SOMALIA | Nahrungsmittelverteilung in Dürreregion

Artikelinfo
Datum: 
12.07.2017
Autor: 
Office Cap Anamur

Nachdem endlich etwas Regen in den Dürreregionen Somalilands fiel, konnten wir unsere Versorgungsfahrten mit den Trinkwasser-Trucks reduzieren. Grund zur Entwarnung besteht allerdings noch nicht, denn die Menschen leiden unter einer lebensbedrohlichen Nahrungsmittelknappheit. Ernten fielen aus und der Großteil der Nutztiere – die als Existenzgrundlage der Viehnomaden gelten – ist während der vergangenen Monate verendet. Deswegen versorgt unser Team drei besonders bedürftige Dorfgemeinschaften mit Nahrungsmittelpaketen. Darin befinden sich unter anderem Reis, Bohnen, Thunfisch, Salz und Öl, um die Versorgung der rund 600 Familien mit Kohlehydraten, Protein, Fetten und Vitaminen zu gewährleisten.

Um die Wassernot langfristig abzumildern, haben wir mit der Errichtung von Wasser-Reservoirs begonnen, in denen das Regenwasser gesammelt und gespeichert werden kann. Mithilfe der Dorfbewohner heben wir zwei Becken in der Größe von fünf mal zehn Metern aus. Diese werden dann mit Beton ausgegossen und zum Schutz vor Verunreinigung und Verdunstung mit einer Abdeckung versehen.

Medizinische Versorgung

Parallel versorgt unser medizinisches Team Kranke und Verletzte im etwa 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Hargeisa gelegenen 40-Betten-Hospital von Caynabo. Unser Team hilft bei der Versorgung der Patienten, von denen viele unter Cholera, Durchfallerkrankungen und Masern leiden. Darüber hinaus liefern wir die dringend benötigten Medikamente und schulen das einheimische Personal in Diagnostik, Therapie und Hygiene. Damit die medizinische Versorgung auch Menschen in entlegenen Regionen erreicht, unterstützen wir weiterhin eine mobile Klinik.

„Mit diesem Projekt haben wir einen weiteren wichtigen und richtigen Ort für unsere Hilfe gefunden“, sagt Cap-Anamur-Geschäftsführer Bernd Göken nach seiner Projektreise durch Somaliland. „Die Menschen hier brauchen dringend unsere Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende!“